Es gibt viele Maßnahmen, die darauf abzielen, den Herausforderungen der ersten Ausbildung von Deutschlehrkräften in Brasilien zu begegnen, wobei unter anderem die offiziellen Dokumente und Richtlinien, die diese Ausbildung regeln, berücksichtigt werden. Der vorliegende Artikel konzentriert sich auf die Bündelung der Kräfte verschiedener Akteure und Institutionen zur Bewältigung dieser Aufgabe: Studierende des Bachelorstudiengangs auf Lehramt für Portugiesisch/Deutsch an brasilianischen Universitäten sowie Studierende von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) in Deutschland, außerdem Dozierende, die an Schulen und Universitäten beider Länder tätig sind. In diesem Sinne betont der Artikel die Schaffung und Entwicklung interinstitutioneller Projekte (darunter auch ein internationales) als eine wirkungsvolle Praxis für den Erfahrungsaustausch und den Aufbau neuen Wissens. Als Beispiel wird das internationale Kooperationsprojekt FLinKUS vorgestellt, dessen Hauptsäulen die Integration von Theorie und Praxis in der Lehrerausbildung, die Stärkung des Dialogs zwischen Universität und Schule sowie die Erstausbildung von Lehrer-Forscher:innen für Deutsch sind. Der Artikel zeigt somit die wichtigsten im Rahmen des genannten Projekts durchgeführten Aktivitäten auf und vertritt dessen Potenzial für einen nachhaltigen Einfluss auf die Lehrkräftebildung, basierend auf der Wahrnehmung der Teilnehmenden.
Stichwörter
Deutschlehrkräfteausbildung; internationale Kooperationsprojekte; Beziehung zwischen Universität und Schule; forschendes Lernen; Lehrer-Forscher:in